Beim letzten Treffen der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60+ Bayreuth-Land diskutierten die Teilnehmer besonders über zwei Themen, die die ältere Generation betreffen

28. November 2025

Man war sich einig, dass im Kabinett einstimmig beschlossene Rentenpaket muss unverändert in den Bundestag. Die Haltung einiger Unionsabgeordneter, das zu blockieren, stieß auf totales Unverständnis. Es darf nicht dazu kommen, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und Rentenbeiträge bezahlt haben, im Alter zu Bittstellern degradiert werden. Die SPD-Senioren waren sich mit dem Bundesvorsitzenden Lothar Binding einig, es geht in Wahrheit nicht um jung gegen alt, sondern um arm gegen reich. Sie fordern die SPD-Führung auf, in dieser Frage nicht einzuknicken. Es wurde gefordert, endlich intensiv über eine gesetzliche Rentenversicherung für alle Erwerbstätigen nachzudenken.

Ein großes Problem ist für viele Seniorinnen und Senioren die Eigenbeteiligung bei einem stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim. Es wurden die Beträge in vier Pflegeheimen im Landkreis ermittelt. Das Ergebnis: bei Pflegegrad 2 - 5 im Einzelzimmer: 2.952, 3.191, 3.347 und 3.686 Euro pro Monat. In unserer Region gibt es nur wenige Menschen, die über so hohe Renten verfügen. Reicht also die Rente nicht, dann kann Sozialhilfe beantragt werden.

Es werden alle Einkünfte des Heimbewohners und des Partners bzw. der Partnerin (gesetzliche, betriebliche und private Renten, Mieteinkünfte etc.) angesetzt und dann über Sozialhilfe entschieden. Zunächst ist das eigene Vermögen einzusetzen. Alleinstehende dürfen Vermögen in Höhe von 10.000 Euro behalten, bei Partnerschaften sind es 20.000 Euro. Kinder können herangezogen werden, wenn ihr Jahreseinkommen über 100.000 Euro liegt. Die SPD AG 60 Bayreuth-Land fordert, die Eigenleistungen zu deckeln, beispielsweise auf 1.000 Euro pro Monat.

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